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Foto: Georg Klingsiek
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M O B I L I T Y
Lassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler die Verkehrsprobleme der Stadt lösen
mit der kostenlosen Computersimulation
Wer “Sim City” oder “Der Verkehrsgigant” kennt, für den ist “Mobility” auf den ersten Blick nichts Neues. Es geht aber nicht darum, nur eine Stadt aufzubauen, in der
sich ab einem gewissen Grad alles selbst regelt. In “Mobility” geht es darum, eine Stadt nach sinnvollen Prinzipien zu bauen. Es ist eigentlich schon gar kein Spiel, sondern stellt Situationen dar, wie Sie einem in jeder Großstadt begegnen
könnten. Das Spiel läuft unter
Windows 95/98. Und der Knüller: Sie können es als CD-ROM für 3,00 DM in Briefmarken bestellen bei Das Spiel lässt sich auch ohne Intro und Sound unter
Sie Starten mit 100.000.000 Euro und müssen nun eine Stadt mit Wohn,- Gewerbe- und Industrie- flächen, Einkaufszentren, Schulen und Freizeiteinrichtungen bauen. Wenn dies erledigt ist, werden Sie mit Problemen des Alltags
konfrontiert: Morgens fahren die Bürger mit dem Auto in Industriegebiete und Einkaufszentren. Da sind bei 20.000 Einwohnern Staus nicht ausgeschlossen. Also muss Abhilfe geschaffen werden. Ein Bus- und S-Bahnnetz muss her. Des weiteren haben
Sie die Möglichkeit, ihren Bürgern mit aktiver Zielführung aus dem Stau zu helfen oder in Wohngebieten verkehrsberuhigte Zonen mit Tempo 10 einzurichten oder mit Car Sharing Fahrgemeinschaften zu bilden um weniger Autos auf den sonst
verstopften Straßen sehen oder ... Kurz: Es gibt jede Menge Möglichkeiten, die Leute aus dem Auto zu locken. Wenn die aber immer noch nicht wollen, dann müssen Sie den Service Ihrer Verkehrsbetriebe verbessern.
Das Wichtigste an “Mobility”
sind die Wertungsbalken. Diese werden aber erst wichtig, wenn Ihre Stadt 15.000 Einwohner erreicht hat. Deshalb sollten Sie ihre Stadt bis dorthin schnellstmöglich, aber schon ökonomisch ausbauen. An diesen Balken können Sie feststellen, wie
sich Ihre Bürger fühlen. Wenn zu viele der Balken im roten Bereich sind, ziehen die Bürger aus und es gibt jede Menge freie Flächen in der Stadt und wenn Sie nicht aufpassen, werden Sie sich fragen, wo denn ihr Geld geblieben ist ... Das
können Sie verhindern, indem Sie die Steuern herabsetzen oder den Kauf von Wasserstoff- autos, die Sie noch erforschen müssen, fördern.
Es gibt wirklich zahllose Details; sowohl in der Grafik als auch bei den Optionen. Letzteres reicht vom
Einrichten einer Busspur und Verkehrsleitsystemen auf Schnellstraßen bis hin zu Parkplatz- reservierungsmöglichkeiten und Parkraumverteilung in Parkhäusern.
Sie sehen, es gibt viel zu tun; packen Sie’s mit Ihren Schülern an! Sie lernen
dabei garantiert noch etwas dazu. Wer das Spiel gut verstanden hat, kann sich an einem Szenario oder dem Mastermodus versuchen, in dem Sie unendlich Geld haben und einige Parameter selbst einstellen können.
Daimler Chrysler AG
Stichwort Mobility
Postfach 25 51
61295 Bad Homburg
Mehr Infos, Tips & Tricks finden Sie unter http://www.mobility-online.de
Fazit:
Markus Klingsiek, 14 Jahre (Klasse 8)
(+) grafisch gut gemacht
(+) sehr viele Details
(+) realistische Logik
(+) umfangreiche Kurzhilfe
(+) Mit der musikalischen Untermalung ist das Ganze noch mal so schön.
(+) ab ca. 6. Klasse schon gut verständlich
(-) Mastermodus nimmt dem Spiel den eigentlichen Sinn
Heute schon gelacht?
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Gedanken zur Irak-Krise
2002, ein Jahr mit vielen Krisen und Problemen ist vorüber. Wie geht es 2003 weiter? Was bringt uns
dieses neue Jahr? Gingen Bedrohungen des Friedens und der Sicherheit noch bis vor wenigen Jahren vorwiegend „vom Osten“ und einigen Krisengebieten der Welt aus, so ist es jetzt der weltweite Terrorismus. Aber vor allem sind es
die Äußerungen und das Handeln „unseres wichtigsten Verbündeten“, die Sorgen bereiten und viele Fragen aufwerfen. Wer bei jeder Gelegenheit von der „Gefahr des Terrorismus“ spricht, darf nicht vergessen, nach
dessen Ursachen zu fragen und alles daran zu setzen, diese ernsthaft und dauerhaft zu beseitigen: Armut, Ungerechtigkeit, Hoffnungslosigkeit. Eines zur Klarstellung: Ich möchte hier auf keinen Fall dem Terrorismus das Wort reden.
Die Taten der Terroristen sind abscheulich und durch nichts zu rechtfertigen! Ich kann Taten der Terroristen schon deshalb nicht akzeptieren, weil meist unschuldige, friedliche Menschen sterben, die mit Sicherheit nicht für das verantwortlich
sind, was diese Terroristen bekämpfen! Wenn aber der Präsident und die Regierung der Nation, die sich zur Führungsmacht der ganzen Welt erklärt hat, den Kampf gegen terroristische Bedrohung zu einer Richtschnur ihrer Politik
machen, muss das mehr heißen, als Oder ist dieser Kampf gegen den Terrorismus etwa doch nur der Vorwand, einen
unliebsamen (auch von mir nicht geschätzten) Machthaber abzusetzen und sich Einfluss - und Zugang zum Öl zu verschaffen? Was ist eigentlich mit Bin Laden?
Man kann diesen „Weltführer“ und seine Regierung nur eindringlich auffordern, nicht Welt-Herrscher sein zu wollen. Das ist in der Geschichte über kurz oder lang bisher immer schief gegangen
und hat Tausenden Leid gebracht. Führerschaft im positiven Sinne des Wortes kann dagegen heißen, Erfahrungen und wirtschaftliche Kraft zu nutzen und einzusetzen um Ungleichgewichte auszugleichen bzw. zu beseitigen und mit gutem Beispiel voran zu gehen. Geld genug hat Amerika, aber hat es auch den guten Willen? Die immensen Kosten eines Krieges gegen den Irak würden reichen um viele Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten durch sinnvolle Programme
dauerhaft zu beseitigen und damit dem Terrorismus nachhaltig die Grundlage entziehen! Doch ist von solchen Überlegungen nichts zu hören, im Gegenteil: Krieg wird mal wieder salonfähig gemacht statt ihn zu ächten -
und das von unseren Freunden in Amerika. Von unseren Freunden? Das hat Mr. Bush - der heutige Präsident der USA (!) - am 14. Juni 2001 vor noch laufender Fernsehkamera gesagt, was er allerdings übersehen hatte: „Irre, dass ich gewonnen habe,
ich trat an gegen Frieden, Wohlstand
- und gegen den Amtsinhaber“ (Moore 2001, S. 5). Warum gab es keinen Proteststurm? Haben (mal wieder) alle weggehört? Kommt uns das nicht bekannt vor? Dies aus dem Mund eines Freundes? Oder handelt es sich um interne Angelegenheiten eines Staates, in die man sich nicht einmischen darf? Warten wir wieder bis es zu spät ist? Krieg ist schrecklich und unmenschlich, auch wenn Freunde ihn anzetteln!
Haben die Satten und Wohlhabenden, die Amerikaner und Europäer vergessen was Krieg bedeutet? Krieg bedeutet - egal von wem er ausgeht - Zerstörung von Menschenleben, Partnerschaften, Freundschaften, Existenzen, bedeutet wehrlose
und unschuldige Kinder zu Waisen zu machen, Hass auf lange Zeit in die Herzen der Menschen zu säen! Haben Sie das auch bedacht Mr. Bush, Mr. Cheney, Mr. Rumsfeld? Oder liegen Ihnen doch nur Ihre eigenen Interessen und die Ihrer
milliardenschweren Geschäftsfreunde, die Ihnen Ihren Wahlkampf finanziert haben, am Herzen? Ist Ihnen „der Rest der Welt“ etwa sch...egal? Oder hat Amerika gar keine Freunde (mehr), weil niemand den „Weltführer“ auf seine Fehler
hinweist? Echte Freunde tun so etwas. Da gebührt unserer Regierung ein Lob. Oder haben alle den Verstand verloren? Was ist eigentlich los mit den Politikern - und den Menschen? Geht uns das eigentlich gar nichts an, was da vorbereitet wird?
Was wird nach dem Krieg und wer bezahlt den Aufbau? Amerika spielt gerne den Weltpolizisten und hat in der Vergangenheit sicher auch manches Gute getan. Doch wer da z.Zt. die Weltmacht Nr. 1 regiert - und wenn man kritischen
Stimmen* glauben darf - ohne von der Mehrheit der Amerikaner gewählt worden zu sein - vertritt nicht die Interessen der (Welt-) Bevölkerung sondern zerstört mühsam ausgehandelte, nach dem kalten Krieg endlich angelaufene hoffnungsvolle
Prozesse, verspielt Vertrauen und Sympathie, richtet Schaden an, dessen langfristige Auswirkungen noch gar nicht abzusehen sind und - pardon, so sehe ich das - fördert
den internationalen Terrorismus. Denn der Zorn auf das Gebaren “der Amerikaner” ist groß in aller Welt. Nur selbsternannte und selbstherrliche „Führer“ nehmen für sich in Anspruch in ein fremdes Land einzumarschieren, steigen aus
internationalen Verträgen aus (Klimaschutz), zerstören wertvolle Naturräume um Öl zu fördern (Alaska), erklären ihre eigenen Staatsbürger für besser als alle anderen, verbieten internationalen Gerichten, dass sie bestraft werden dürfen, auch
wenn sie Unrecht tun (Internationaler Strafgerichtshof) ... und setzen mit all dem schlechte Beispiele, die Nachahmer finden werden (Nordkorea)! Wenn die Amerikaner wirklich unsere Freunde sind, müssen wir ihnen sagen (dürfen),
dass die Politik der gegenwärtigen Regierung gefährlich ist, sehr gefährlich für die ganze Welt! Ich empfehle Ihnen dringend die Lektüre des nachfolgenden Buches, aus dem ich oben zitiert habe: * siehe u.a.: Moore,
Michael: Stupid white men. Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush. München 2002 (Piper) Im Januar 2003
Georg Klingsiek
• die Welt in gut und böse einzuteilen,
• das Gute nur bei sich selbst zu sehen,
• alle, die eine eigene (abweichende) Meinung haben als böse abzustempeln,
• seine eigenen Interessen von denen der „restlichen“ Welt abzukoppeln und ohne Rücksicht „auf den
Rest der Welt“ zu handeln.
Auch diese Bücher eröffnen interessante Einblicke:
Laurent, Eric: Die Kriege der Familie Bush. Die wahren Hintergründe des Irak-Konflikts. Frankfurt 2003
Pilz, Peter:
Mit Gott gegen alle. Amerikas Kampf um die Weltherrschaft. München 2003
Pitt / Ritter: Krieg gegen den Irak: Was die Bush-Regierung verschweigt. Köln 2003
Todd, Emmanuel: Weltmacht USA. Ein Nachruf. München 2003
Scholl-Latour: Peter: Kampf dem Terror - Kampf dem Islam? Chronik eines unbegrenzten Krieges. München 2003
Nachtrag:
Michael Moores Buch “Stupid white men” ist schon seit Wochen auf Platz eins der Bestseller-Listen. Das scheint mir ein gutes Zeichen zu sein.